Über uns

Kleine Gruppe, starke Gemeinschaft

Der LSV-Schwelm e.V. ist mit Abstand der kleinste der drei Luftsportvereine auf dem Flugplatz Radevormwald-Leye. 

Doch die überschaubare Größe ist zugleich eine der größten Stärken des Vereins: Sie sorgt für ein persönliches Miteinander und einen freundschaftlichen Umgang.

Das primäre Satzungsziel ist seit der Gründung unverändert geblieben: Die gezielte Pflege und Förderung des Luftsports. Das Spektrum des Vereinslebens reicht von der modernen Ultraleichtfliegerei und dem Motorkunstflug bis hin zur Pflege der eigenen Fluggeräte. Auch der traditionsreiche Modellflug spielt weiterhin eine zentrale Rolle – eine lebendige Brücke zu den Gründungstagen im Jahr 1952. Vereinsmitglieder dürfen auf dem Fluggelände Modellflug betreiben, sofern kein offizieller Flugbetrieb stattfindet. 

Ehrenamt und Patenschaften

In einer Zeit, in der viele Sportvereine mit Nachwuchssorgen und schwindendem ehrenamtlichem Engagement zu kämpfen haben, setzt der LSV Schwelm auf ein gelebtes Patenschaftsmodell:

  • Ehrenamtliche Führung: Der gesamte Vorstand arbeitet rein ehrenamtlich und unentgeltlich.

  • Persönliche Patenschaften: Jedes Vereinsmitglied übernimmt die Patenschaft für ein fest umrissenes Aufgabengebiet – sei es in der Wartung und Pflege der Vereinstechnik, im Platzdienst, in der Verwaltung oder der Infrastruktur.

  • Gemeinsame Arbeitseinsätze: Ergänzend zu den individuellen Patenschaften finden regelmäßige Work-Days statt, bei denen der Flugplatz instand gehalten und die Technik winterfest gemacht oder für die Saison vorbereitet wird. Der Grill ist ein gerne genutztes Gerät bei solchen Einsätzen.

Unsere Heimatstadt: Schwelm

Schwelm, die südwestliche „Pforte Westfalens“ ist eine lebens- und liebenswerte Stadt mit viel Kultur und Sport, umgeben von schöner Natur. Als Kreisstadt des Ennepe-Ruhr-Kreises finden die Bürger der Stadt aber auch der Region hier ein vielfältiges Angebot von öffentlichen und privaten Dienstleistungen. [1]

Unser Vereinsemblem ist immer schon eine Anlehnung an das offizielle Stadtwappen der Kreisstadt Schwelm.

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Vereins-Wappen bis 2018
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Vereins-Wappen ab 2018

Teil einer starken Gemeinschaft

Die Stadt Schwelm blickt auf eine lange Tradition der Sportförderung zurück. Vereinssport wird hier als zentraler Baustein für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement verstanden.

Als Mitglied im Stadtsportverband Schwelm e.V. vertritt der LSV Schwelm die Interessen der Fliegerei im lokalen Sportangebot. Auch digital ist diese Verbundenheit sichtbar: Auf der offiziellen Plattform der Stadt Schwelm ist der Verein fest im lokalen Vereinsregister verankert. Die Partnerschaft zwischen der Stadt und dem LSV Schwelm e.V. zeigt, dass Flugsport keine isolierte Nische ist, sondern ein lebendiger Bestandteil der regionalen Sportkultur.

 

Vom Modellbau in die Lüfte

Gruppenfoto ca. 1960 (KI-optimiert, klicke auf das Bild um das Original zu sehen)

Die Anfänge im Schatten des Flugverbots

Die Geschichte des Luftsportvereins Schwelm e.V. beginnt in einer Zeit, in der der deutsche Himmel für den zivilen Luftverkehr weitgehend gesperrt war. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die alliierten Siegermächte den Flugsport im besetzten Deutschland komplett verboten. Erst im Mai 1951 wurde dieses Verbot für den Segelflug offiziell aufgehoben – ein historischer Moment, der landesweit Begeisterung auslöste.

Im Jahr 1952, in einer Zeit des Aufbruchs, schlossen sich in Schwelm einige befreundete Modellbauer und Modellflieger zusammen. Gemeinsam gründeten sie den Luftsportverein Schwelm e.V., um ihre gemeinsame Leidenschaft zu teilen.

Der Traum vom eigenen Fliegen

Mit den Jahren wuchs im Verein der Wunsch, nicht mehr nur Modelle vom Boden aus zu steuern, sondern sich selbst in die Lüfte zu erheben. Im Jahr 1959 machten die ersten Vereinsmitglieder diesen Traum wahr und begannen ihre praktische Flugausbildung.

Geflogen wurde damals auf dem traditionellen Segelfluggelände in Remscheid-Lennep. Dieser Flugplatz war in den Nachkriegsjahren eine wichtige Wiege des regionalen Luftsports, musste jedoch in den 1960er-Jahren der zunehmenden Bebauung und der Industrialisierung der Region weichen.

Echte Handarbeit: Das Grunau Baby 2b

Unmittelbar mit dem Beginn der Ausbildung reifte der Entschluss, ein eigenes Segelflugzeug zu bauen. In hunderterstündiger, akribischer Eigenleistung bauten die Schwelmer Piloten ein Grunau Baby 2b.

Das Grunau Baby – ursprünglich in den 1930er-Jahren von Edmund Schneider konstruiert – galt als das erfolgreichste Übungsflugzeug jener Epoche. Die Holzkonstruktion mit stoffbespannten Flügeln war extrem robust, gutmütig in den Flugeigenschaften und daher das perfekte Muster für den Vereinsbau.

Am 19. März 1961 war es schließlich so weit: Auf dem Segelfluggelände im benachbarten Wipperfürth (dem heutigen Flugplatz Wipperfürth-Neye) absolvierten die Schwelmer mit dem Grunau Baby erfolgreich ihren Jungfernflug.

Eine neue Heimat in Radevormwald

Mit dem wachsenden Flugbetrieb und den Veränderungen auf den umliegenden Plätzen suchte der Verein nach einer dauerhaften Perspektive. Im Juni 1963 fand der LSV Schwelm e.V. schließlich seine Heimat auf dem heutigen Flugplatz Radevormwald-Leye.

Um den Flugplatz zu betreiben, die Infrastruktur zu pflegen und Synergien zu nutzen, schlossen sich die Schwelmer Flieger mit ihren Kameraden vom LSV-Radevormwald e.V. und dem LSC-Wuppertal e.V. zusammen. Gemeinsam gründeten sie die Flugplatzgemeinschaft (FPG) Berg-Mark e.V. – eine Kooperation, die bis heute das Fundament für die Fliegerei auf den Höhen des Bergischen Landes bildet.

Quellenangabe:

  1. Internetseite der Stadt Schwelm, aufgerufen am 10.o9.2026 – https://www.schwelm.de/tourismus-wirtschaft/stadtinformationen/unsere-stadt